18. August 2025

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Die Magie des Malspielens

Weshalb du beim Malspielen nicht Denken brauchst

Es gibt Momente, da berührt uns etwas, ohne dass wir verstehen warum. Es sind Augenblicke, in denen ein Mensch plötzlich innehält.

Beim Kneten von Brotteig, wenn deine Hände intuitiv "wissen", was zu tun ist. Beim Jäten im Garten, wenn Zeit plötzlich bedeutungslos wird. Beim Streicheln einer Katze, wenn nichts anderes existiert als diese sanfte Bewegung und das intensive Spüren des weichen Fells. Beim Sortieren alter Fotos, wenn der Verstand schweigt und nur noch das Herz schaut.

Es ist in diesen Augenblicken wie ein kleines Erwachen. Ein Erinnern an etwas Tieferes, was in dir lebendig ist. Ein kann mit einem inneren Aufatmen verbunden sein.

"Ich wusste gar nicht mehr, dass das noch in mir ist." ist ein Satz, der möglicherweise spontan aus dir aufsteigt.

Das Geheimnis dieser wertvollen Augenblicke liegt im Nicht-Wollen

Wir sind so trainiert darauf, Ergebnisse zu produzieren. Ziele zu erreichen. Besser zu werden. Selbst in der Entspannung optimieren wir noch: Die perfekte Meditation, das effektivste Yoga, das schönste Mandala.

Aber was passiert, wenn wir einfach für einen Augenblick damit aufhören?

Im Malspielen gibt es nichts zu erreichen. Das Bild, was du entstehen lassen darfst, muss niemandem "gefallen". Es braucht keine Technik, die gelernt werden soll. Keine Fortschritte, die gemessen werden. Es gibt nur Farbe. Pinsel. Papier. Und dich.

Und in dieser scheinbaren Einfachheit kann etwas Magisches geschehen:

Wenn du spielerisch malst, wie ein Kind, was spielerisch die Welt entdeckt und deine Aufmerksamkeit auf das richtest, was du in dir spürst und fühlst, dann kommst du wieder in Kontakt mit dir selbst. Mit dem, was jenseits aller Gedanken in dir lebendig ist.

Dein inneres "Wissen" führt den Pinsel

Kennst du das - wenn du ein weinendes Kind in den Arm nimmst und deine Hände 'wissen' automatisch, wie sie tröstend streicheln können? Oder wenn du kochst und plötzlich spürst, dass noch eine Prise von diesem Gewürz fehlt - ohne nachzudenken würzt du nach und "weißt" intuitiv, wie viel es braucht? Oder wenn du jemandem begegnest und sofort ein Gefühl für ihn und eure Situation hast, noch bevor dein Verstand eine 'Bewertung' vorgenommen hat?

Das ist dein Körpersystem oder anders ausgedrückt, dein zentrales Nervensystem, das in Echtzeit wahrnimmt, fühlt und 'weiß' - frisch, lebendig, im Moment. Die Millionen Nervenfasern verarbeiten nicht nur alte Programme, sondern können auch brandneue, lebendige Information erfassen.

Beim Malen zapfst du genau diese frische, lebendige Körper-Intelligenz in dir an. Dann zeigt sich, dass diese Art "Wissen" deiner Intuition viel umfassender ist, als das deines denkenden Verstandes.

Es weiß, welche Farbe als nächstes aus dir kommen und "sprechen" will. Es weiß, ob der Strich sanft oder kraftvoll sein möchte. Welche Form sich bilden soll. Es weiß, wann ein Bild vollständig ist - nicht perfekt, sondern vollständig.

Es erinnert sich an die Zeit, bevor du gelernt hast, dass es richtig und falsch gibt. Bevor du angefangen hast, dich zu vergleichen. Bevor du vergessen hast, dass du bereits vollständig bist.

Die Rückkehr zu dem, was immer da war

Was im MalSpielen passiert, ist keine Therapie. Es ist auch keine Kunst. Es ist etwas viel Einfacheres und gleichzeitig Tieferes: Es ist die Rückkehr zu deiner ursprünglichen Natur.

Zu der Frau, die vor allen Rollen da war. Vor allen Erwartungen. Vor aller Konditionierung.

Sie ist nie verschwunden. Sie war nur überlagert von allem, was du gelernt hast, was und wie du sein solltest.

Wenn sich löst, was nie zu dir gehörte

Manchmal fragen mich Frauen: "Was passiert da eigentlich mit mir?" Wenn sie erzählen, wie sich Anspannungen lösen, die sie gar nicht gespürt hatten. Wie sie nach dem Malen ruhiger sind, klarer, mehr bei sich.

Ich erkläre es ihnen so: Du tust endlich wieder etwas, nur weil es sich gut anfühlt. Nicht weil es nützlich ist. Nicht weil es jemand von dir erwartet. Nicht weil es zu etwas führt.

Und dein ganzes System erinnert sich: "Ach ja. So fühlt sich Leben für mich an." Es äußert sich ganz unmittelbar. Ganz Selbst-verständlich.

Der Mut, unwichtig zu werden

Es braucht Mut, in eine Welt einzutauchen, in der deine Leistung unwichtig ist. In der deine Perfektion nicht gebraucht wird. In der du einfach da sein darfst, wie du bist.

Diesen Mut haben immer mehr Frauen, die spüren können: Da muss noch etwas anderes sein. Jenseits meines Funktionierens. Jenseits meines Gefallenwollens.

Sie kommen nicht, um malen zu lernen. Sie kommen, um sich zu erinnern - an sich selbst und das, was sie im Kern ihres Seins wirklich ausmacht.

Was bleibt

Die Bilder kannst du da lassen, oder mitnehmen. Es spielt am Ende keine Rolle. Denn was du wirklich mitnimmst, ist etwas ganz anderes: Die gelebte Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn du aufhörst zu wollen und damit beginnst, einfach nur zu Sein. Ganz. Jetzt.

Diese Erfahrung verändert etwas. Nicht spektakulär. Nicht von heute auf morgen. Aber sie verändert etwas Entscheidendes in dir. Sie er-löst Schritt für Schritt davon, wie du zum Beispiel Entscheidungen triffst. Wie du auf deinen Körper hörst. Wie du mit dir selbst sprichst.
Du erinnerst dich mehr und mehr daran: Du bist so viel mehr als deine Funktionen. Du bist mehr als deine Rollen. Du Einzigartig und unfassbar wertvoll, für unsere Welt.

Eine Einladung

Falls du dich fragst, ob das auch für dich da ist, diese Erfahrung des einfachen SoSeins... dann lade ich dich ein: Nicht zu einem "Mal-Kurs". Nicht zu einer Leistung, die auf ein "Ergebnis" hinauslaufen soll. Sondern zu einer Begegnung.

Eine tiefe Begegnung mit dir selbst. Mit dem, was in dir lebendig ist. Mit dem, was schon so lange darauf wartet, endlich wieder gesehen und gelebt zu sein.

Es ist nichts, wo du "hin kommen" musst. Es ist längst da, du brauchst dich bloß er-innern. Und das ist einfacher, als du glaubst. Denn es wartet längst darauf, dass du aufhörst zu wollen und beginnst, dich selbst zuzulassen.

Der nächste Malspiel-Termin findet in der Regel am 1. und am 3. Freitag/Monat von 18:00-20:00 statt.

Wenn du spürst, dass es Zeit ist für diese Begegnung mit dir selbst, melde dich gerne zeitig (spätestens aber bis 24 Std. vorab) per Mail an, unter: post@christina-bronisch.de

Das Malspielen findet in einer kleinen Gruppe bis max. 9 Frauen statt.


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Du darfst langsam gehen.
Aber du darfst gehen.

Wenn dich etwas auf dieser Seite berührt hat –
dann darf genau das vielleicht dein nächster Schritt sein.

Es braucht kein Ziel. Kein Vorhaben. Nur ein erstes Wort.
Ich höre zu. In Ruhe. Ohne Erwartung.